Warum sekundäre Pflanzenstoffe so gesund sind

Warum sekundäre Pflanzenstoffe so gesund sind

Sekundäre Pflanzenstoffe haben nicht nur eine große Krebs hemmende Wirkung, sie wirken auch zahlreichen Erkrankungen entgegen

Schaut eine schöne Schale mit buntem Obst und Gemüse nicht einfach prachtvoll aus? Wenn Sie mich fragen, auf jeden Fall besser als ein Hamburger in einer Semmel, die mich immer ein wenig an einen Schwamm erinnert. Selbst auf Menschen, die mit „Grünzeug“ nicht so besonders viel am Hut haben, wirkt solch eine Nahrung einfach gut, erfrischend, vollwertig – man möchte fast sofort zum Vegetarier werden, oder?! Könnte das vielleicht daran liegen, dass es so schön bunt aussieht?

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Ernährungsexperten sprechen ja auch von der „Ampelernährung“ - rot, gelb, grün hält den Menschen offensichtlich gesund.

Woher kommen die Farben der Pflanzen

Aber warum entwickelt eine Pflanze solche Farbenpracht? Wohl kaum, damit man sie besser sieht und dann essen kann.

Die Stoffe, die bei einer Pflanze die Farbe verursachen, gehören zur großen Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe (die primären sind Vitamine, Mineralien und Spurenelemente!) und dienen  eigentlich in erster Linie der Pflanze selbst. Man schätzt die Zahl dieser Substanzen auf inzwischen 60.000 bis 100.000, gerade einmal 10.000 davon sind wenigstens ein bisschen genauer erforscht, und man hat sie in 9 verschiedene Gruppen eingeteilt. Damit möchte ich Sie hier natürlich nicht quälen. Noch bis Anfang der 90er Jahre (20. Jahrhundert!!) war man der Meinung, dass sekundäre Pflanzenstoffe für den Menschen keinen echten Nutzen haben würden. Heute weiß man es besser.

Die Vielfalt an Wirkungen unterschiedlicher Pflanzen

Trotz der großen Vielfalt ist es sehr bemerkenswert, dass sie ganz offenbar spezifische Vorkommen aufweisen, so dass in einer bestimmten Pflanze oder Pflanzenart auch nur ganz bestimmte Substanzen vorliegen. Daher immer wieder die Empfehlung, möglichst abwechslungsreich zu essen. Der Stoff in der Tomate – Lycopin – ist nun mal genauso wichtig, wie der in der Karotte – Carotin.

Natürlich sind auch die Wirkungen durchaus unterschiedlich. Einige von ihnen wirken gegen hohes Cholesterin oder hohen Blutzucker, andere wieder töten Bakterien und Pilze ab oder beugen einem Herzinfarkt vor. Allen sekundären Pflanzenstoffen ist allerdings gemeinsam, dass sie eine große Krebs hemmende Wirkung haben. Außerdem arbeiten sie als starke Antioxidantien, also gegen die vielen Freien Radikalen, die uns alt machen und zu zahlreichen Erkrankungen führen können.

Zur letzten Gruppe gehören vor allem auch die Phenole, die uns ja schon bei den vielfältigen Wirkungen des Granatapfels begegnet sind. Und auch die Phytoöstrogene in der Sojabohne gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen.

Granatäpfel sind reich an sekundären Pflanzenstoffen

Der Unterschied zwischen Vitaminen in Kapseln und in frischen Säften

Gerade die sekundären Pflanzenstoffe machen daher auch den Unterschied aus, ob ich mir einfach ausschließlich irgendwelche Multivitaminpräparate einwerfe, oder zum Beispiel Aloe Vera als Trinkgel mit allen noch enthaltenen Inhaltsstoffen zu mir nehme oder vielleicht Granatapfelsaft.

Auf der einen Seite werden Vitamine und Mineralstoffe aus einer Pflanze herausgelöst und in Kapselform gepresst, auf der anderen Seite haben wir die ganze Pflanze, eben mit den wertvollen sekundären Pflanzenstoffen dazu.

Beides ist wichtig und sollte seinen Platz in einer gesunden Ernährung haben.

Warum Früchte ihre Farben wechseln

Und woran liegt es nun, dass aus einer grünen Frucht irgendwann mal eine reife rote oder gelbe wird?

Zunächst enthält einfach jedes Obst noch viel grünen Blattfarbstoff, Chlorophyll. Im Zuge des Reifungsprozesses wird dieser grüne Blattfarbstoff mehr und mehr abgebaut, so dass dann irgendwann die vorher überdeckten roten und gelben Farbstoffe zum Vorschein kommen. So wie bei den Blättern im Herbst.

Es muss nicht immer roh sein

Und noch etwas erscheint mir wichtig: Nicht immer ist es richtig, dass roh automatisch auch gesünder ist. Eine Ausnahme sind zum Beispiel die Tomaten. Der Körper kann das gesunde Lycopin im gekochten Zustand wesentlich besser verwerten. Selbst die Tomaten im Ketchup, wenn nicht zusätzlich soviel Zucker enthalten wäre.

Mein Tipp:

Essen Sie also abwechslungsreich viel Obst und Gemüse, und wenn Sie die empfohlenen Mengen einfach nicht schaffen, greifen Sie zwischendurch einfach auf Aloe-Trinkgel oder Granatapfelsaft etc. zurück.

Damit sind Sie auf der sicheren Seite.

Autor:

Gabriela Vonwald
Jahrgang 1957, verheiratet, 2 erwachsene Töchter, ein Enkelkind Medizinstudium (abgeschlossenes Physikum),
diplomierte Masseurin, Heilpraktikerausbildung,
Mitglied im Verein Freier Heilpraktiker und Naturärzte e.V.
Zahlreiche Publikationen, Bücher und Vorträge im In- und Ausland
Lebt und arbeitet in Wien
Seit 1985 eigene Praxis
Seit 1991 Privatschule für Wellnessberufe

Webseite: www.vonwald.at

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Hinweis: Die Informationen dieser Seite können den Besuch bei Ihrem Heilpraktiker, Homöopathen bzw. beim Arzt für TCM, orthomolekulare Medizin oder Naturheilkunde nicht ersetzen. Nehmen Sie deshalb bei ernsthaften oder unklaren Beschwerden immer fachkundigen Rat in Anspruch!

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