Histaminintoleranz – was ist das?

Viele Europäer sind von Nahrungsmittelunverträglichkeit betroffen

Histaminintoleranz – was ist das?

Während Gluten-, Laktose- und Fructose-Unverträglichkeiten heute schon weitestgehend in der Bevölkerung bekannt sind, ist die weit verbreitete Histaminintoleranz (HIT) bislang Vielen noch kaum ein Begriff. Dabei wurden allein in Deutschland und Österreich zusammen bereits über eine Million Fälle diagnostiziert. Die Dunkelziffer der Betroffenen ist noch deutlich höher: Jüngsten Hochrechnungen und Studien zufolge, sollen in den Industrieländern mindestens 10% der Bevölkerung an HIT leiden. Dies entspricht in Europa rund 100 Millionen Menschen – eine alarmierende Zahl. Autorin Nadja Schäfers, selbst von Histaminintoleranz seit über einem Jahrzehnt betroffen, gibt in ihrem neu erschienenen Ratgeber „Histaminarm kochen“ praktische Tipps und liefert gleich ein paar Rezepte mit dazu. Uns verriet die Autorin schon einmal ein paar Fakten, lesen Sie hier selbst.

Symptome und Diagnose-Methoden der Histaminintoleranz

Viele kennen bis heute nur die Symptome, aber nicht die Krankheit: Asthma, Fließnase, Hautausschlag, Magen-Darm-Probleme oder Schlafstörungen – die Beschwerden bei einer Histaminintoleranz sind vielfältig und individuell. Wer über diese Symptome verfügt, durchläuft bei der Suche nach der Ursache meist zahlreiche Stationen bei Ärzten und Ernährungsberatern – leider oft ergebnislos. Wurden chronische Erkrankungen und Unverträglichkeiten auf Gluten, Laktose und Fructose ausgeschlossen, heißt es häufig „Reiz-Darm-Syndrom (RDS)“ oder Stress sei Schuld. Die Histaminintoleranz ist nämlich recht unbekannt, auch unter Fachleuten, und zudem schwer zu diagnostizieren. Standardisierte Diagnoseverfahren gibt es noch nicht. Für alle Betroffenen gilt daher: Ein ausführliches Arzt-Patienten-Gespräch sollte an erster Stelle stehen, gekoppelt mit späteren Ausschlussdiäten und Laboruntersuchungen. Zudem gibt es folgende Diagnose-Methoden:

1. Eliminationsdiät
2. Bestimmung der DAO-Aktivität
3. Bestimmung des Vitamin B6-Gehalts
4. Bestimmung des Histaminspiegels
5. Histamin-Release-Test (LHRT)
6. H40-Test

Doch was ist überhaupt Histamin und wie kommt es zu einer Unverträglichkeit?

Histamin ist ein Naturstoff, der im menschlichen Organismus als Gewebshormon und Neurotransmitter wirkt und auch im Pflanzenreich und in Bakterien weit verbreitet ist. Das biogene Amin, welches aus der Aminosäure Histidin gebildet wird, entsteht im Stoffwechsel durch den Ab- und Umbau von Eiweiß. Beim Menschen spielt die körpereigene Substanz eine zentrale Rolle bei allergischen Reaktionen, ist an der Abwehr körperfremder Stoffe beteiligt, und senkt den Blutdruck. Auch bei der Regulation der Magensäureproduktion sowie der Steuerung des Schlaf-Wach-Rhythmus und der Appetitkontrolle wirkt Histamin als wichtiger Regulator.

In Lebensmitteln entsteht Histamin durch Reife- und Lagerungsprozess, deshalb gilt die Faustregel: „Je länger ein Produkt gereift ist, desto mehr Histamin enthält es.“ Im Durchschnitt nehmen Menschen etwa 4 mg Histamin täglich durch Nahrung auf, wobei die Verträglichkeitsgrenze bei ungefähr 10 mg liegt. Bei HIT-Betroffenen kann diese Grenze jedoch deutlich herabgesetzt sein. Dies ist die Folge eines Ungleichgewichts zwischen Histamin und dem abbauenden Enzym Diaminoxidase (DAO) im Darm. Findet der vollständige Abbau nicht statt, gelangt Histamin ins Blut und es kommt zu Beschwerden bei den Betroffenen.

Unter Histaminintoleranz versteht man die Unverträglichkeit von mit der Nahrung aufgenommenem Histamin. Bis heute liegen keine eindeutigen Forschungsergebnisse darüber vor, wann und warum ein Mensch über eine Histamin-Unverträglichkeit verfügt. Hat man jedoch durch die verschiedenen Diagnose-Methoden Gewissheit über seine Intoleranz, genügt zum Start in ein neues und beschwerdefreies Leben meist schon eine mehrwöchige histaminarme Ernährung und eine anschließende Ernährungsumstellung.

Wie dies funktionieren kann und man gleichzeitig für die gesamte Familie gesund und lecker kochen kann, verrät Nadja Schäfers in „Histaminarm kochen – vegetarisch“, pala-Verlag.

Lesen Sie hier mehr über das Buch „Histaminarm kochen-vegetarisch“, das  jüngst mit dem „Gourmand World Cookbook Award“ für das beste vegetarische Kochbuch Deutschlands 2009 ausgezeichnet wurde.

weiter zur Buchvorstellung: „Histaminarm kochen-vegetarisch“

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Hinweis: Die Informationen dieser Seite können den Besuch bei Ihrem Heilpraktiker, Homöopathen bzw. beim Arzt für TCM, orthomolekulare Medizin oder Naturheilkunde nicht ersetzen. Nehmen Sie deshalb bei ernsthaften oder unklaren Beschwerden immer fachkundigen Rat in Anspruch!

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