Ätherische Öle - Anwendung und Wirkung

Ätherische Öle - Anwendung und Wirkung

Die therapeutische Anwendung von ätherischen Ölen und ihre Wirkung

Wie finden nun ätherische Öle therapeutisch Anwendung und wie ist ihre Wirkung? Zunächst sei nochmals darauf hingewiesen, dass alle ätherischen Öle fettige Substanzen sind. Fett löst sich nicht einfach in Wasser und braucht daher einen sogenannten Emulgator. Möchte man ein ätherisches Öl als Badezusatz verwenden, was eine perfekte Möglichkeit darstellt, so darf man es auf keinen Fall einfach ins Wasser tröpfeln. Das Öl würde oben auf dem Wasser schwimmen und eventuell die Haut schädigen. Geeignete Emulgatoren sind Sahne, Seife, Badezusatz oder Honig. Geben Sie ein wenig von diesem Träger in eine kleine Schale, dazu wenige Tropfen (ich meine wirklich wenig!) von dem ausgewählten Öl dazu, dann alles gut verrühren und die fertige Mischung ins Badewasser.

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Ätherische Öle und ihre Anwendung in der Kosmetik

Sie können Aroma Öle natürlich auch in Cremes oder sonstige Kosmetikprodukte mischen, auch in Shampoos. Vorraussetzung ist natürlich, dass es naturbelassene Produkte sind, ohne Parfümierung und ohne chemische Konservierungsstoffe. Auf diese Weise können Sie sich Ihre eigene Rosenblütencreme erzeugen, Cellulitehaut mit einem Zusatz von Zypresse neu strukturieren, und ein paar Tropfen Wacholderöl in ein Schraubglas mit Meersalz ergibt ein herrliches Entschlackungsbad.

Ätherische Öle - Anwendung in der Aromalampe und Wirkung auf die Seele

Und natürlich gibt es auch die Aromalampe, denn Aroma Öle haben nicht nur eine körperliche, sondern immer auch eine seelische Wirkung. Beispielsweise gibt es gegen Angstzustände und schlimme Erlebnisse, die es zu verarbeiten gilt, nichts Besseres als Neroliöl, benannt nach der Prinzessin von Nerola und nur eine Möglichkeit, aus Orangen ätherische Öle zu erhalten, hier sind es die Blüten. Vor allem Kinder reagieren auf diesen Duft sofort, zum Beispiel bei nächtlichen Albträumen. Und versuchen Sie einmal, beim Duft von Bergamotte schlecht gelaunt zu sein – unmöglich. An schwülen Sommertagen empfehle ich Eisenkraut (Verbena), das uns ein Gefühl von frisch gewaschenen Vorhängen gibt, die sich bei offenem Fenster in einer leichten Brise bewegen.

Und wenn alles um Sie herum sich verändert und die Wellen über Ihrem Kopf zusammenschlagen, versuchen Sie ein paar Tropfen Zeder, vielleicht mit zwei Tropfen Rose dazu. Zeder, das Holz der Ewigkeit, hat schon ganz andere Stürme des Lebens überstanden und wird auch Ihrem Leben Halt und Struktur geben.

Wenn Sie aber Lust auf Veränderung haben und mal was ganz Verrücktes tun wollen, gibt es nichts Spannenderes als Muskatellersalbei, den Clown unter den Ölen, der uns einlädt, alles doch mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten und auf den Kopf zu stellen.

Ätherische Öle gelangen auf verschiedenen Wegen in den Körper. Über die Haut absorbiert, kommen sie in den Blutkreislauf, auf dem Wege der Inhalation dringen sie entweder über die Lungen in die Blutbahn, oder aber sie werden über das Nervensystem direkt in das limbische System des Gehirns weitergeleitet.

Ätherische Öle Wirkung

Ätherische Öle und ihre Wirkung

Man unterscheidet daher grob zwei Wege und zwei Wirkweisen:

a. Eine körperliche Wirkung über die Haut (und Schleimhaut) in Form von Massagen, Bädern aber auch als Duftstoff z.B. in der Aromalampe bzw. oral eingenommen.

b. Eine geistig-seelische Wirkung über den Geruchssinn.

Die Nase ist direkt verbunden mit dem limbischen System, einer Art Schaltzentrale im Gehirn mund sein ältester Teil, den schon die Saurier besaßen. Man nennt ihn daher auch das Reptilienhirn. Es steuert unsere seelischen Regungen und geschieht vorwiegend auf einer unbewussten Ebene. Forschungen haben ergeben, dass die Wirkung von Gerüchen auf die Psyche vermutlich von größerer Bedeutung ist, als die Wissenschaft bisher angenommen hat.

Unser Geruchsorgan, der sogenannte „Riechkolben“ rechts und links der Nasenwurzel, besteht aus 10 Millionen Nervenzellen und ist daher sehr empfindlich. Wir können einen Duftstoff unter 10.000 Milliarden anderer Stimulanzien wahrnehmen, können diese Information aber nicht in Sprache umsetzen.

Im Vergleich zum Geschmackssinn als Mikroskop dargestellt, ist der Geruchssinn das Elektronenmikroskop. Das Gehirn nimmt Gerüche wahr, auch wenn wir es nicht riechen.

Ätherische Öle - weitere Anwendungen

Die meisten ätherischen Öle eigenen sich nicht für eine direkte unverdünnte Verwendung auf der Haut. Ausnahme ist hier Lavendel, mit dem ja alles begann. Für Kompressen oder Waschungen empfehle ich die Hydrolate, die es von vielen ätherischen Ölen inzwischen gibt, und die sich übrigens auch hervorragend eignen, um sich einfach mal zwischendurch damit zu besprühen. Ihr Duft ist sehr fein und gar nicht aufdringlich.

Einige ätherische Öle kann man auch essen, auf ein Stückchen Brot zum Beispiel oder mit etwas Honig. Hier würde ich Ihnen aber empfehlen, sich von einem erfahrenen Therapeuten beraten zu lassen. Sogar kochen kann man mit ihnen, und ich halte ein reines ätherische Öl immer noch für besser als irgendwelche kümmerlich getrockneten, verstaubten Kräuter. Riechen Sie doch mal an einem guten Vanilleöl, Sie werden nie wieder etwas anderes für Ihre Süßspeisen verwenden.

Lassen Sie sich gut beraten

Nicht alle ätherischen Öle sind ungefährlich, auch wenn sie harmlos riechend daher kommen, deshalb bitte Achtsamkeit walten lassen. Beispielsweise gehört Zimt nicht zu Kindern, auch nicht vorweihnachtlich in einer Aromalampe. Einige Öle können Wehen auslösen, und manche vertragen sich nicht mit Homöopathie, wie der Pfefferminz. Meine Empfehlung: Lassen Sie sich gut beraten oder machen Sie bei einem kleinen Kurs mit, dann können Sie sich getrost Ihre Mischungen für den Alltag zusammenstellen.

Ich selbst habe stets eine kleine Hausapotheke mit, wenn ich verreise, vor allem auch bei meinen Afrikaaufenthalten. Citronella wirkt beispielsweise besser als jedes Insektenmittel, und Manuka, ein Verwandter des Teebaums, ist eines der besten Antibiotika, die ich kenne.

In diesem Sinne: Willkommen in der Welt der Düfte.

von Gabriela Vonwald

Webseite: www.vonwald.at

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Hinweis: Die Informationen dieser Seite können den Besuch bei Ihrem Heilpraktiker, Homöopathen bzw. beim Arzt für TCM, orthomolekulare Medizin oder Naturheilkunde nicht ersetzen. Nehmen Sie deshalb bei ernsthaften oder unklaren Beschwerden immer fachkundigen Rat in Anspruch!

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