
Chinesische Weisheiten: Die Melonenfelder des Nachbarstaats bewässern
Song Jiu war ein Magistrat des Bian-Bezirks dicht an der Grenze des Staates Liang, ehe er ein hochrangiger Beamter wurde. Auf der anderen Seite der Grenze war der Staat Chu. Beide Staaten säten an der Grenze Melonen, um zu sehen, wer die bessere Ernte haben würde.
Die Leute aus Liang waren sehr fleißige Menschen, sie bewässerten ihre Felder regelmäßig, daher wuchsen ihre Melonen gut. Die Leute aus Chu drückten sich oft vor der Arbeit und versäumten das Bewässern. Folglich wuchsen ihre Melonen nur schlecht.
Der Magistrat des Grenzbezirks von Chu wurde eifersüchtig und verwirrt, als er die Ungleichheit der Melonen beider Staaten bemerkte. Durch den Einfluss des Magistrats wurden die Leute seines Bezirks ebenfalls eifersüchtig und ärgerlich auf die Menschen aus Liang. Eines Nachts schlichen sie sich in das Melonenfeld von Liang und machten einige Melonen kaputt. Am folgenden Tag fanden die Liang-Leute heraus, wer diese Untat begangen hatte und berichteten das dem Waffenmeister; sie wollten Rache nehmen. Der Waffenmeister berichtete die Sache an Song Jiu und bat um seine Einwilligung für einen Racheakt.
Song Jiu antwortete: „Böses kann nur Böses hervorbringen. Wenn ihr euch für ihre Verbrechen rächen würdet, so würde das die Dinge nur verschlechtern. Wenn mein Sohn ein Melonenfeld hätte, würde ich ihn auffordern, das Melonenfeld der Chun-Leute während der Nacht zu bewässern und über diese gute Tat zu schweigen.“
Von da an bewässerten die Liang-Leute nachts heimlich die Melonenfelder der Chu-Leute. Manchmal bewässerten die Chu-Leute ihre Felder auch noch tagsüber. Infolgedessen wuchsen ihre Melonen besser. Die Chu-Leute waren ganz überrascht, dass ihre Melonen so gut wuchsen, obgleich sie so faul waren. Darum fingen sie an, die Sache zu untersuchen und fanden heraus, dass die Liang-Leute heimlich ihre Melonenfelder bewässerten.
Als der Magistrat von Chu die Tatsachen erfuhr, war er sehr erfreut und berichtete sie dem König von Chu. Der König schämte sich für sein Volk und sagte zu dem Magistrat: „Wie konntest du unseren Leuten erlauben, das Melonenfeld der Liang-Leute zu zerstören? Offensichtlich haben die Liang-Menschen ein größeres Herz als die Menschen von Chu.“
Der König von Chu schickte eine Menge Geld in den Liang-Staat, um ihm für seine gefällige Hilfe zu danken und um seinen Wunsch auszudrücken, dass er Frieden zwischen beiden Staaten möchte. So kam es, dass die beiden Staaten wegen Song Jius Verhalten eine freundschaftliche Verbindung eingingen.
Diese Geschichte brachte die Redensart „des Nachbarn Melonenfeld bewässern“ hervor, was bedeutet, dass es sich nicht lohnt wegen Kleinigkeiten gleich einen Krieg zu führen.
Quelle: de.clearharmony.net – „Kunst und Kultur“
Werbung _______________________________________________________
Chinesische alte Legenden live erleben
In Form einer prachtvollen Bühnenshow präsentiert Shen Yun Performing Arts die glanzvolle chinesische Kultur von einem ganz neuen Aspekt aus. Mit faszinierenden dynamischen Hintergrundprojektionen, Tänzen und chinesischer Musik, in Begleitung eines Live-Orchesters werden die alten Legenden und Heldenfiguren zu neuem Leben erweckt ...
Erfahren Sie hier mehr über Shen Yun Performing Arts
_______________________________________________________________
| Teilen macht Freude: | ||
Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:
Der kleine Mönch Miaoyan
Der kleine Mönch Miaoyan
Eine Lehre aus einer chinesischen Redewendung: „Hunger und K
Hunger und Kälte leiden
Tugend und die Wahl eines Wohnsitzes
Tugend und die Wahl eines Wohnsitzes
Kurzzeitiger Verlust führt zu langfristigem Gewinn
Kurzzeitiger Verlust bringt langfristige
Des Bettlers Taschentuch
Des Bettlers Taschentuch
Vergeltung einer Gefälligkeit
Vergeltung einer Gefälligkeit
Ein nachsichtiger Mann gewinnt den Respekt von jedermann
Ein nachsichtiger Mann
Nichts gewonnen und nichts verloren
Nichts gewonnen und nichts verloren
Ein reines Herz lässt die Schönheit einer Frau wachsen
Ein reines Herz
Die drei Schwalbenkinder und Herr Zhou´s drei Söhne
Die drei Schwalbenkinder
Wenn auch nur ein Korb voll Erde fehlt, dann scheitert der
Wenn nur ein Korb Erde fehlt
Anderen zurückzahlen, wenn sie einem helfen
Anderen zurückzahlen
Der Tod eines alten Baumes
Tod eines Baumes
Vor dem großen Ozean bescheiden geworden
Bescheiden geworden
Nicht habgierig zu sein, ist etwas, das man schätzen sollte
Nicht habgierig sein
Anderen Fehler vergeben
Fehler vergeben
Gutes wird mit Gutem belohnt
Gutes wird belohnt
Gutherzig, großzügig und nachsichtig
Gutherzig und nachsichtig
Wissen ist unerschöpflich - Arroganz begrenzt die Fähigkeit
Wissen ist unerschöpflich
Wie Gou Jubo’s mutige Aufrichtigkeit eine Stadt rettet
Mutige Aufrichtigkeit









