Diese Tipps helfen, Akne in den Griff zu bekommen

Akne erkennen und richtig behandeln: Tipps für Heimanwendungen und verschreibungspflichtige Salben auf der Basis der wirksamen Azelainsäure

Akne entsteht durch eine Erkrankung des Talgdrüsenapparates sowie der dort sitzenden Haarfollikel. Die ersten Symptome sind die typischen Mitesser (fachsprachlich Komedone), die eher harmlos sind. Doch wenn sich die Krankheit fortsetzt, können sogenannte Effloreszenzen entstehen, die sich als entzündliche Pusteln, Papeln und Knoten zeigen. Dagegen können und müssen Betroffene etwas unternehmen.

Was können Sie daheim gegen Akne unternehmen?

Für Betroffene ist wichtig, die Entstehung einer echten Akne zu erkennen. Da die Erkrankung polymorph ist, zeigt sie sich in vielfältigen Ausprägungen. Die entzündeten Stellen sind Talgdrüsen-, Terminal- und Vellushaarfollikel, die sich an unterschiedlichen Körperstellen befinden. Sichtbar sind die Pickel zuerst im Gesicht, doch sie entstehen auch auf der oberen Brust (Dekolleté), auf dem Rücken, den Oberarmen und Schultern, selten auf den untereren Extremitäten oder dem Unterbauch, gelegentlich aber im Nacken. Dort werden sie von der betreffenden Person vielfach nicht gleich erkannt, wenn sie nicht gerade schmerzen oder jucken. Das Gesicht ist weitaus am häufigsten betroffen und lässt sich daheim relativ gut auskurieren. Regelmäßige Dampfbäder fürs Gesicht führen dazu, dass sich die Poren öffnen und angesammelter Eiter abfließt. Vom Herumdrücken auf den Pickeln raten Hautärzte eher ab, weil dadurch a) Schmutz in die Wunde gelangen kann und b) die Hautstelle noch mehr gereizt wird, die ja ohnehin schon entzündet ist.

Gibt es stärkere Mittel gegen Akne?

Ja, diese gibt es. Drogerien bieten im freien Verkauf diverse Salben an, die allerdings nur bei milden Formen helfen. Wenn das Krankheitsbild sehr ausgeprägt ist und somit auch eine Narbenbildung droht, die schlimmstenfalls lebenslänglich sichtbar bleiben könnte, sollten Betroffene den Arzt aufsuchen, der rezeptpflichtige Medikamente gegen Akne empfehlen wird. Als stärkeres Mittel hat sich beispielsweise die verschreibungspflichtige Creme Skinoren mit Azelainsäure bewährt. Diese gehört zu den Dicarbonsäuren und dient der topischen Therapie von Akne und Rosazea. Die Säure wirkt auf der Haut antibakteriell und antikomedogen (gegen Mitesserbildung). Das funktioniert durch eine Hemmung der bakteriellen Proteinbiosynthese, der DNA-Replikation und der mitochondrialen Oxidoreduktase. Die Bildung von Mitessern wird verhindert, indem die Azelainsäure das Wachstum und die Ausdifferenzierung von Hornzellen im Bereich der Epidermis unterbindet und gleichzeitig die Talgproduktion bremst. Letzteres geschieht durch eine Hemmung der Testosteronumsetzung zu 5-Dihydrotestosteron. Auch neue Entzündungen verhindert die Azelainsäure, indem sie die Bildung von Sauerstoffderivaten verhindert, welche Entzündungen fördern könnten.

Hat die Psyche etwas mit der Entstehung von Akne zu tun?

Ganz offenkundig. Bekanntlich leiden Jugendliche während des hormonellen Umschwungs in der Pubertät verstärkt unter Pickeln, aber auch Frauen während der Schwangerschaft aus demselben Grund und nicht zuletzt Menschen, die sehr gestresst sind. Stress bringt das hormonelle Gleichgewicht durcheinander. Daher wird der Hausarzt stets diesen Hinweis geben: Entspannen und meditieren kann bei Akne helfen. Die Meditation führt zur Entspannung, die der Hormonhaushalt dringend benötigt. Natürlich verschwinden die Mitesser dadurch nicht auf Knopfdruck, doch erstaunlicherweise relativ schnell. Auch vorhandene Pickel können sich zurückbilden. In den letzten Jahren hat sich allgemein das Verständnis zu stressbedingten Krankheiten stark entwickelt. Auch ein Schnupfen entsteht durch Stress, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden und weitere Krankheiten sind unmittelbar damit assoziiert. Die Haut als unser größtes Organ reagiert selbstverständlich auch darauf. Versuchen Sie es daher mit Entspannung.

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Hinweis: Die Informationen dieser Seite können den Besuch bei Ihrem Heilpraktiker, Homöopathen bzw. beim Arzt für TCM, orthomolekulare Medizin oder Naturheilkunde nicht ersetzen. Nehmen Sie deshalb bei ernsthaften oder unklaren Beschwerden immer fachkundigen Rat in Anspruch!

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