
Die Halswirbelsäule - eine große Schwachstelle in unserem Körper
Sind Sie irgendwann einmal in Ihrem Leben gestürzt?
Ich selbst kann diese Frage mit „Ja“ beantworten. Ich hatte noch eine Kindheit, wo auf Bäume gekraxelt und auf dem Dachboden im Heu Tunnel gegraben worden war. Und ich war viele Jahre aktive Reiterin – da gehören Stürze einfach dazu.
Eine interessante These vieler Mediziner – und es werden immer mehr – geht nun davon aus, dass es bei jedem Unfall, Auffahrunfall, Sturz oder wenn wir uns nur kräftig den Kopf anhauen, zu minimalen Verschiebungen der Halswirbelsäule kommen kann. Und unsere Halswirbelsäule ist eine große Schwachstelle in unserem Körper, die nicht nur örtliche Beschwerden verursachen kann. Die Halswirbelsäule bzw. der Hals ist eine Engstelle, durch die alles durch muss, was Kopf und Körper miteinander verbindet, also alle Nerven und Blutgefäße.
Wir erwarten zu Recht eine große Beweglichkeit des Kopfes und viele haben die Situation, erlebt, dass sie nicht mehr rückwärts einparken können, da der Kopf sich nicht gut drehen lässt. Neben der Beweglichkeit brauchen wir aber auch eine gewisse „Standfestigkeit“, denn immerhin wiegt der durchschnittliche menschliche Kopf rund sechs Kilo. Viele Techniker wären hier überfordert.
In der Halswirbelsäule werden unsere Vitalfunktionen gesteuert
Bis zum 4. Halswirbel (vom Kopf heruntergezählt) reicht außerdem noch Gehirnmasse, die Medulla oblongata, und gerade in diesem Teil werden unsere sogenannten Vitalfunktionen gesteuert, also Atmung, Herzschlag und vieles mehr.
Ich könnte Ihnen jetzt viele interessante Daten und Fakten über diesen oft vernachlässigten Körperteil geben, warum beispielsweise Schwindel und Übelkeit auch von der Halswirbelsäule ausgehen können, doch ist unser Thema ja das Vitamin B12 und was die ständige übermäßige Aktivität des Symphatikus damit zu tun hat.
Stress-Symthome können durch Probleme der Halswirbelsäule ausgelöst werden
Der Symphatikus ist also ein Nervengeflecht, welches auf beiden Seiten der Halswirbelsäule herabzieht und dessen Wirkungen alle miteinander sicherstellen sollten, dass unsere Steinzeitvorfahren im rauen Kampf ums Überleben überhaupt eine Chance hatten: Herzrasen, erhöhter Blutdruck und schnelle Atmung, Kältegefühl und Schweißausbrüche mit gleichzeitig reduzierter Verdauung. Wahrscheinlich kennen Sie das als das sogenannte Stress-Symptom.
Bei Problemen mit der Halswirbelsäule können nun all diese Symptome mit und ohne Stress auftreten, da bei einer noch so kleinen Verschiebung der Halswirbel diese Engstelle, durch die der Nerv passieren muss, noch enger wird und es dadurch zu einer ständigen Reizung kommen kann.
Eine ständige Reizung begünstigt nun die verstärkte Verbreitung eines Moleküls im Körper, das für gewöhnlich viele wichtige Aufgaben im Stoffwechsel hat, nämlich das Stickstoffmonoxid, abgekürzt NO. Wird es durch den Dauerbeschuss des Symphatikus übermäßig ausgestreut, stellen die Orte, an denen es eigentlich benötigt wird, ihre Produktion aufgrund Energiemangels ein.1
Müdigkeit und Erschöpfung
Wenn also im Körper große Mengen unnötigen NOs vorhanden sind, macht sich dies an einem Zellteil besonders bemerkbar, nämlich an den Mitochondrien.
Mitochondrien sind die Kraft- und Energiequellen unseres Körpers. Stellen diese ihre Arbeit ein oder gehen gar zugrunde, ist es mit dem Abschalten von Stromkraftwerken vergleichbar. Für viele Haushalte und Firmen wäre keine Energie mehr vorhanden, und irgendwann käme es zum wirtschaftlichen Supergau eines Landes.
Und mangelnde Energie ist hier wörtlich zu nehmen. Ein Anzeichen für mangelnde Mitochondrienaktivität ist nämlich eine Müdigkeit bis hin zur Erschöpfung trotz ausreichender Ruhepausen und dem ständigen Bedürfnis, zu essen, um sich wenigstens so ein wenig neue Energie zu holen.
Mehr Energie mit Vitamin B12
Es scheint, als könne Vitamin B12 Stickstoffmonoxid in die Schranken weisen. Damit ist zwar immer noch nichts gegen die Ursache der Halswirbelsäulenverletzungen getan, doch ist es zumindest ein Anfang.
Und wenn Sie nach der Einnahme von B12 nach einer Weile plötzlich wieder wacher und energievoller sind, dann wissen Sie wenigstens, dass Sie gemeint sind.
1 Für die Erforschung der Vorgänge zwischen Sympathikus und Stickstoffmonoxid wurde vor zwei, drei Jahren einem Amerikaner der Nobelpreis verliehen.
Autor Gabriela Vonwald
Jahrgang 1957, verheiratet, 2 erwachsene Töchter, ein Enkelkind
Medizinstudium (abgeschlossenes Physikum),
iplomierte Masseurin, Heilpraktikerausbildung,
Mitglied im Verein Freier Heilpraktiker und Naturärzte e.V.
Zahlreiche Publikationen, Bücher und Vorträge im In- und Ausland
Lebt und arbeitet in Wien
Seit 1985 eigene Praxis
Seit 1991 Privatschule für Wellnessberufe
Webseite: www.vonwald.at
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