Mehr Energie und Vitalität durch L-Arginin

Mehr Energie und Vitalität durch L-Arginin

So verbessert die Wirkung von L-Arginin unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit

Vielleicht geht es Ihnen ja so wie mir: Immer, wenn ich von einem Wundermittel höre oder lese, das scheinbar alles kann, legt sich in meinem Kopf ein automatischer Schalter um, der meinen Organismus auf Misstrauen umpolt.  Erstmal zumindest. Allerdings gibt es noch einen zweiten Knopf, und der bewirkt, dass ich nachforsche, was denn der gemeinsame Nenner aller Wundererscheinungen sein könnte. Und davon soll dieser Artikel handeln. Mein „Wundermittel“ war nämlich die Aminosäure Arginin, und mein erster Einstieg nicht so perfekt. Ich hab sehr niedrigen Blutdruck, komme an manchen Tagen nicht einmal auf einen oberen Wert von 80, und das erste, was ich so über Arginin hörte, war in Zusammenhang mit hohem Blutdruck. „Betrifft mich nicht“, dachte ich, und legte das Ganze mal beiseite.

Monate später, es ist Sommer. Ich fahre auf der Autobahn, eine Baustelle geht nahtlos in die nächste über, und wer mich kennt, weiß – Geduld ist nicht meine Stärke. Und alles erscheint so unkoordiniert. Ich weiß nun nicht so genau, wie lang das Autobahnnetz von Österreich oder gar von Deutschland ist, das ist nicht wirklich mein Revier. Aber im menschlichen Körper kenne ich mich aus. Und da weiß ich, wie viele Kilometer „Autobahn“ wir haben, unsere Blutgefäße nämlich. Transportwege, manchmal so eng, dass gerade mal ein rotes Blutkörperchen hindurch passt, jedes einzelne beladen mit Sauerstoff, damit in der Zelle Feuer gemacht werden kann. 100.000 km sind es, und ich weiß eines, würde es im Körper nicht Mechanismen geben, um diese unglaubliche Strecke von Blutgefäßen immer in einem tadellosen Zustand zu halten, wir würden nicht einmal das Erwachsenenalter erreichen. Engstellen? Geschwindigkeitsbegrenzungen? Stau? Das kann sich unser Körper nicht leisten, denn rund 100 Billionen Körperzellen wollen versorgt werden.

Und natürlich hat der Körper eine Unzahl von Hilfsstrukturen eingebaut, um sein Autobahnnetz immer in einem vorbildlichen Zustand zu halten und zu reparieren, ohne dass wir das überhaupt mitbekommen. Eine dieser Vorrichtungen ist eben genau unsere Aminosäure Arginin, für deren Erforschung es sogar einen Nobelpreis gab.

Und bevor wir uns tatsächlich so ganz klassisch mit dieser Aminosäure beschäftigen, stellen Sie sich einmal Folgendes vor: Sie sind ein Terrorist und wollen eine Stadt wie – sagen wir – Berlin lahm legen. Den Lebensnerv abschneiden, und sei es auch nur für ein paar Minuten. Alle Haushalte in die Hilflosigkeit schubsen. Wo würden Sie ansetzen?

Wie wäre es mit der Energieversorgung? Ohne Strom kämen Sie nicht einmal aus einem Supermarkt hinaus, alles wäre finster, keine Kasse und kein Bankomat würden funktionieren, keine Ampelanlage und keine Wasserpumpe. 

Eine Stadt wie Berlin hat einige zentrale Stromversorgungsstellen – unser Körper hat nur eine, das Herz. 

Aber bis zum Infarkt müssen wir gar nicht gehen. Jeder Berliner Haushalt hat in der Wohnung auch einen Sicherungskasten, brennt die Sicherung durch, dann gibt’s keinen Strom. Und wenn das Gleiche in ganz vielen Haushalten gleichzeitig passiert, gibt’s ganze Stadtteile, die im Dunklen liegen.

Und genau das Gleiche passiert auch in unserem Körper. Jede einzelne Zelle kann man sich als Haushalt vorstellen, und die Sicherungskästen sind kleine Gebilde, mit dem Fachausdruck Mitochondrien. Genau hier entsteht unsere Energie. Ob wir dem Bus nachrennen können oder beim Stadtmarathon mitmachen, ob wir mit den Wimpern klimpern oder es in der Werbepause bis zum Kühlschrank schaffen: Alles hängt davon ab, wie gut diese Mitochondrien Energie erzeugen, Energie die dann im Körper in Form kleiner Batterien mit dem Namen ATP gespeichert werden, ganz viele davon in den Muskeln.

Und damit die Mitochondrien das schaffen, brauchen sie Sauerstoff, der ihnen – jeweils ein Molekül Sauerstoff an einem roten Blutkörperchen angedockt – bis in die Zelle, direkt vor die Nase transportiert wird. 

Nun wird klar: Eine Baustelle, ein Stau, ein Versorgungsengpass und schon kann in den Mitochondrien weniger Energie erzeugt werden; weniger Batterien, falls sich der Mensch mal bewegen möchte; weniger Vorräte, schneller müde, immer schlapp.

Und nun zu unserer Aminosäure Arginin. Eine der wichtigsten Aufgaben von Arginin ist eben genau das: Sie hält die Autobahnen durchgängig, so dass Sauerstoff wirklich in allen Zellen ankommt!

Und natürlich ist man dann leistungsfähiger. Selbst in Ruhe produziert der Körper Batterien auf Vorrat. 

L-Arginin hilft beim Abnehmen

Und auch die vielfältigen anderen Wirkungen von Arginin lassen sich so einfach erklären, Durchblutung ist das Stichwort und der gemeinsame Nenner:

• Durchblutete Haut sieht rosiger aus und schöner. Daher wird Arginin auch manchmal im Zusammenhang mit Anti-Aging genannt.

• Mit einer verbesserten Durchblutung funktioniert nicht nur der Transport in die Zellen, sondern auch der Abtransport all der Substanzen, die die Zelle nicht mehr benötigt – Entschlackung sagt man dazu.

• Wenn unsere Autobahn, also unsere Blutgefäße gepflegt und elastisch sind; keine Baustellen haben, die die Fahrbahn verengen, dann muss das Herz sich weniger anstrengen, und der Blutdruck bleibt dort, wo er hingehört.

• Diese vermehrte Durchblutung ist natürlich auch an anderer Stelle ganz nützlich, gilt Arginin doch schon seit sehr langer Zeit als natürliches Viagra. Für alle mit unerfülltem Kinderwunsch noch ein Tipp: Richtig aktive Spermien enthalten große Mengen Arginin!

• Und wem ein anderer Körperteil wichtiger ist, eine verbesserte Durchblutung unseres Gehirns ist nützlich bei allem, was man so die kognitiven Fähigkeiten nennt. Oder anders ausgedrückt, es lernt sich besser und man vergisst weniger.

• Arginin ist nützlich beim Abnehmen, klar eigentlich. Wer mehr Energie hat, nicht so schlapp herumhängt, der ist eher bereit, sich zu bewegen, gern zu bewegen. Zudem verbrauchen mehr Muskeln schon im Ruhezustand mehr Energie/Kalorien, da wird mehr „Dreck“ aus dem Gewebe transportiert. Arginin baut Muskeln auf (weiß jeder Bodybuilder), und mehr Muskeln heißt, der Körper schaut definierter aus und man kann sich auch mal die Schokolade leisten. Und weil die Zellen dringend was verheizen wollen, nehmen sie halt auch mal – wie unangenehm- Fett dazu. Fett, das sich sonst auf unseren Hüften niedergelassen hat.

Arginin als Aminosäure kann der Körper in geringem Maße auch selbst herstellen, allerdings genügt die Menge nur dann, wenn wir wenig Leistung erbringen wollen oder müssen, keiner Risikogruppe angehören (Bluthochdruck zum Beispiel), uns insgesamt gesund und abwechslungsreich ernähren, und genau hier liegt das Problem – wer tut das schon? Daher zählt man Arginin heute in unserer schnelllebigen, hektischen und teilweise mangelernährten Zeit fast schon zu den essentiellen, also lebensnotwendigen Aminosäuren (man schwindelt sich da mit dem Vorwort semi- durch, semi-essentiell, also halb-lebensnotwendig).

Und auch, wenn es den Nobelpreis erst später gab, die Wirkungen von Arginin sind schon länger bekannt, und man wusste auch, wo man sie besonders reichhaltig fand, in Lupine nämlich. Und Lupine – ich bin ein Kind vom Land – war das begehrteste Futter für Kühe. Die haben dann einfach mehr Milch gegeben, waren besser drauf und insgesamt viel gesünder. Noch heute sehe ich Lupine, wenn sie irgendwo am Straßenrand und auf Böschungen stehen, mit großer Ehrfurcht an. 

Und was ist jetzt mein Einstieg in diese Aminosäure, wenn doch Bluthochdruck nicht so mein Problem ist? Ich hatte 2008 das, was manche eine Modekrankheit nennen, zumindest solange, bis sie selbst betroffen sind – Burnout. Inzwischen beschäftige ich mich als Burnoutcoach und Mitglied im Deutschen Bundesverband für Burnoutprophylaxe und Prävention intensiv mit dieser Problematik, bilde Trainer dazu aus, lerne täglich neu, nicht in die Stressfalle zu tappen. Und hier leistet Arginin hervorragende Dienste. Diese Aminosäure macht einfach belastbarer, man hält Stress deutlich besser aus. 

Zum Schluss noch, auch wenn dies jetzt schon für manche ein wenig wissenschaftlich wird, was hat es denn nun mit dem Stickstoff auf sich, von dem man manchmal hört. Denn genau genommen gab es dafür den Nobelpreis. Arginin ist für den Körper das größte Stickstoffreservoir, und aus diesem Stickstoff  erzeugt er vor allem Stickstoffmonoxid, kurz NO. NO sitzt in jeder einzelnen Zelle, mit denen unsere Blutgefäße ausgekleidet sind, und es ist der wichtigste Botenstoff überhaupt. Botenstoff bedeutet, alle Befehle werden rasch zwischen den Zellen weiter gegeben. Schnelles Internet eben.

Zusammen mit freien Autobahnen also genau das richtige für unsere heutige Zeit inklusive der Portion Gelassenheit, dass es nicht zu schnell wird. 

Von Gabriela Vonwald

Mutter und Großmutter
Medizinstudium (abgeschlossenes Physikum),
diplomierte Masseurin, Heilpraktikerausbildung
Mitglied im Verein Freier Heilpraktiker und Naturärzte e.V.
Zahlreiche Publikationen, Bücher und Vorträge im In- und Ausland
Inhaberin einer Gesundheitspraxis und eines Schulungszentrums für Gesundheitsberufe in Wien

Webseite: www.vonwald.at

Gründerin und Obfrau eines Hilfsprojektes und einer Schule in Kenia www.harambee.at

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