Wechseljahre und Depressionen
Nicht selten werden Wechseljahre und Depressionen ursächlich in Verbindung gebracht. Doch wirkliche Depressionen treten glücklicherweise nur selten auf.

Viele Frauen klagen im Klimakterium über ausgeprägte Stimmungstiefs. Ängste, Traurigkeit, Gereiztheit oder Antriebslosigkeit verursachen seelische Schmerzen und große Verunsicherung. Oft wird hier von Depressionen in den Wechseljahren gesprochen. Doch ist das in dieser Form auch richtig?
Depressionen in den Wechseljahren? Eine Begriffsbestimmung.
Eine Depression ist eine ernste Erkrankung. Sie wirkt sich psychisch und körperlich aus, dauert Monate oder Jahre und beeinflusst das gesamte Leben. Verhaltensänderungen, etwa Rückzug aus den gewohnten sozialen Kontakten, und Schwierigkeiten in der Alltagsbewältigung sind typisch. Eine Depression muss immer fachärztlich behandelt werden. Die Depressionen der Wechseljahre sind jedoch eher als „depressive Verstimmungen“ zu bezeichnen. Doch auch diese Verstimmungen können das Alltagsleben der Betroffenen sehr weitgehend beeinträchtigen.
Wechseljahre und Depressionen – die Ursachen depressiver Verstimmung
Hormone sind fast an jedem Vorgang im Körper beteiligt. Die depressive Verstimmung kann also durch ein hormonelles Ungleichgewicht (Serotonin-Ungleichgewicht durch Östrogenmangel oder Progesteronabfall) mit verursacht werden. Vielfach sind es jedoch die umfassenden Veränderungen, die die Wechseljahre begleiten, die schließlich zu depressiven Verstimmungen führen.
Kinder sind in der Pubertät und erinnern an die eigene Jugend und eventuell verpasste Chancen. Oder sie gehen aus dem Haus und hinterlassen eine ungewohnte Leere. Der Partner ist mit dem Beruf beschäftigt. Eigene, bisher zurückgestellte Bedürfnisse schwimmen an die Oberfläche. Eltern werden pflegebedürftig oder sterben.
Hilfen bei depressiven Verstimmungen und Depressionen in den Wechseljahren
Die Naturheilkunde liefert mit Johanniskraut und Mönchspfeffer zwei Heilpflanzen mit guter Wirkung bei depressiven Verstimmungen. Sorgen Sie für tägliche körperliche Bewegung, möglichst im Freien, und ausreichend Schlaf. Ernähren Sie sich mit genügend Kohlenhydraten und Vitamin B (Glückshormon Serotonin wird gebildet) sowie Mineralstoffen (Magnesium entspannt). Nahrungsergänzungen können die Vitamin– und Mineralstoffversorgung sicherstellen. Hilfreich sind auch Entspannungsübungen wie Qigong oder Meditation.
Sollten Sie dennoch eine echte Depression vermuten, dann scheuen Sie sich nicht, einen Therapeuten für naturbelassene und ganzheitliche Therapieansätze aufzusuchen bzw. einen Homöopathen, der Ihnen helfen kann, Körper, Seele und Geist wieder auf Vordermann zu bringen.
Tipp: Lassen Sie sich auf keinen Fall einreden, nur Psychpharmaka könne Ihnen helfen, denn diese hilft definitiv nicht, sondern macht Menschen zu Maschinen, die Ihre Gefühle, ob Freude oder Trauer, nicht mehr spüren.
Fazit: Depressionen in den Wechseljahren treten nicht häufiger auf als zu jeder anderen Zeit und haben Ihre Ursachen, die bewusst gemacht und dadurch erlöst werden sollen.

























