Maßnahmen zur Behandlung von Asthma bronchiale

Maßnahmen zur Behandlung von Asthma bronchiale

Bei Asthma Bronchiale handelt es sich um eine chronische Atemwegserkrankung. Es wird durch eine gesteigerte Reaktionsbereitschaft im Bronchialsystem auf unterschiedliche Reize charakterisiert. Das führt dazu, dass die Schleimhäute in den Bronchien anschwellen und übermäßig viel Schleim produzieren. Dadurch verengen die Lungen sich krampfartig, was zu Atemnot und vor allem beim Ausatmen zu Schwierigkeiten und dem typischen Pfeifen und Brummen führt. 

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Die Erkrankung kann bislang nicht geheilt werden und beruht auf einer 4-Säulen-Therapie, die Symptome lindern und einen normalen Alltag ermöglichen soll. Dabei wird auf eine Vermeidung von Auslösern, eine Patientenschulung sowie Patientenkontrolle und insbesondere für Akutfälle auch auf eine medikamentöse Behandlung gesetzt. Gleichzeitig gibt es natürliche Maßnahmen, die der Patient selbst ergreifen kann, um die Atemmuskulatur zu unterstützen und Beschwerden zu lindern.

Die wichtigste Maßnahme: Vorbeugen und Auslöser vermeiden

Asthma-Anfälle werden durch eine Vielzahl verschiedener Faktoren ausgelöst. Dazu gehören zum Beispiel:

• psychischer Stress

• körperliche Überanstrengung

• bestimmte Umweltreize. 

Asthmatiker sollten sich mit diesen Auslösern und Reizen vertraut machen und sie im Vorfeld vermeiden. Gerade körperliche Anstrengung kann durch das Erforschen der eigenen Fitness und Grenzen schnell ermittelt werden. Sport ist also nicht ausgeschlossen, es ist nur wichtig, auf die Signale des Körpers zu achten.

Darüber hinaus sollten Allergene, die nachweisbar Asthma auslösen, vermieden werden – hierzu gehören zum Beispiel:

• Pollen

• Hausstaubmilben

• Tierhaare

• Feinstaub

• Schimmel

Patienten-Schulung - Ein wichtiger Schritt zur Vorbeugung

Ein weiterer wichtiger Schritt bei der Vorbeugung von Asthmaanfällen sind Schulungen für die Betroffenen. Im Rahmen dieser Schulungen lernen die Patienten nicht nur mit der Krankheit zu leben, sondern auch die Symptome frühzeitig zu erkennen und die Medikamente entsprechend einzustellen. So soll der Asthmaanfall frühzeitig erkannt und verhindert werden, bevor er zu einem Problem wird. 

Darüber hinaus lernen die Patienten in der Schulung verschiedene Übungen und Methoden kennen, um die Atmung zu entlasten. Dazu gehören zum Beispiel der Einsatz der Atemhilfsmuskulatur, verschiedene Sitzpositionen sowie der richtige Umgang mit Stress, das Erkennen von Allergenen und die Förderung des allgemeinen Verständnisses der Krankheit. Je nach persönlichem Umfeld können auch weitere Maßnahmen erforderlich werden. 

Bei Rauchen steht zum Beispiel neben den oben genannten Maßnahmen auch eine Tabakentwöhnung auf dem Programm. Sinnvoll ist auch ein Asthma-Tagebuch. Ziel der Asthma-Schulungen ist, dass die Betroffenen die Krankheit verstehen und gemeinsam mit einer medikamentösen Therapie ein weitestgehend normales Leben bei nahezu voller körperlicher Belastbarkeit führen können. Die Kosten für entsprechende Asthma-Schulungen übernimmt in der Regel die Krankenkasse.

Regelmäßige ärztliche Beobachtung des Asthma Patienten

Asthmapatienten müssen regelmäßig zur ärztlichen Beobachtung, um den Verlauf und die Entwicklung der Krankheit sowie die eingestellte Medikation zu überprüfen. Die Häufigkeit der Arzttermine hängt vor allem von dem Schweregrad der Krankheit ab. 

Schwere Asthmatiker sind daher häufiger beim Arzt als Patienten mit einem relativ beschwerdefreiem Verlauf der Erkrankung. Darüber hinaus findet vor allem bei Patienten mit neu diagnostiziertem Asthma zu Beginn eine besonders engmaschige Überwachung und Beobachtung statt, bis die medikamentöse Einstellung abgeschlossen wurde und der Patient über das notwendige Wissen im Umgang mit der Krankheit verfügt.

Medikamentöse Behandlung kann nicht ausgeschlossen werden

Trotz Patientenschulung und der Vermeidung von Auslösern, kann ein akuter Anfall nicht ausgeschlossen werden. Daher ist oftmals zumindest eine akute Behandlung mit Inhalatoren angezeigt. Je nach Schweregrad muss diese eventuell auf eine Dauerbehandlung ausgeweitet werden.

Bei der Medikation wird demnach zwischen einer Dauer- und Bedarfsmedikation unterschieden. Die Dauermedikation muss täglich zur Prävention von Anfällen verabreicht werden. Demgegenüber steht die Anwendung der Bedarfssprays, bei einem plötzlich einsetzenden Asthma-Anfall. 

Bei dem Inhalator handelt es sich um ein mit Treibgas betriebenes Spray, aus dem der Asthmatiker den Wirkstoff inhaliert. Im Rahmen der Bedarfsmedikation finden hier vor allem Sprays mit kurzwirksamen Beta-2 Sympathomimetika Anwendung. Durch die kurze Wirkungsdauer sind diese ideal, um im Bedarfsfall schnell Abhilfe zu schaffen. Hingegen kommen als Dauermedikation vor allem lang-wirksame Beta-2 Sympathomimetika zur Anwendung. Die Wirkungsdauer ist deutlich länger und setzt später ein.

Unterstützende Maßnahmen: Kur, Sauna und Vitalstoffe

Um die Notwendigkeit einer Anwendung von Medikamenten gering zu halten, können Patienten neben dem Säulenprogramm noch eigene Maßnahmen ergreifen, die sich positiv auf die Atemwege auswirken. Hierbei geht es vor allem um die Entspannung, Entzündungshemmung und das Training der Atemmuskulatur.

In speziellen Kuren für Asthmatiker steht neben einem erholsamen Klima auch das gezielte Atem- und Meditationstraining auf dem Plan. Eine solche Kur wird in speziellen Kur- und Rehakliniken sowohl voll- und teilstationär angeboten. Die Einrichtungen befinden sich zumeist in ruhiger Lage, inmitten der Berge, an der Küste oder nahe von Höhlen, wo die Luft für Asthmatiker besonders verträglich und die Belastung durch äußere Einflüsse möglichst gering ist. Einen entsprechenden Kurantrag muss der behandelnde Lungenfacharzt gemeinsam mit dem Patienten an die Krankenkasse stellen. 

Auch ein Sauna-Besuch ist gesund für die Atemwege. Durch die Inhalation von Wasserdampf und ggf. weiteren therapeutischen Inhaltsstoffen wird nicht nur die Durchblutung der Schleimhäute, sondern auch deren Reinigung gefördert. Darüber hinaus trägt ein Saunaaufenthalt zur Entspannung von Körper und Muskulatur, also auch der Atemmuskulatur, bei. 

Zusätzlich können Reizungen der Schleimhäute und Atemmuskulatur durch bestimmte Vitalstoffe gelindert werden. Die Einnahme von Vitamin D sowie die Verwendung von entzündungshemmenden Vitalstoffen wie Knoblauch verringern das Risiko von Asthma-Anfällen. Darüber hinaus tragen auch verschiedene Entgiftungsmittel bzw. Omega-3 Fettsäuren durch eine Verbesserung des Immunsystems zu einer Linderung der Symptomatik bei.

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Hinweis: Die Informationen dieser Seite können den Besuch bei Ihrem Heilpraktiker, Homöopathen bzw. beim Arzt für TCM, orthomolekulare Medizin oder Naturheilkunde nicht ersetzen. Nehmen Sie deshalb bei ernsthaften oder unklaren Beschwerden immer fachkundigen Rat in Anspruch!

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