
So beugen Sie nachlassendem Hörvermögen vor
Nachlassendes Hörvermögen kann vielfältige Gründe haben, aber Sie können viel dagegen tun – sogar dem drohenden Hörverlust vorbeugen ist möglich
Unser Gehör hat im Laufe unseres Lebens einiges auszuhalten. Lärm, Stress, Medikamente, Infektionserkrankungen, falsche Pflege, Nährstoffmangel: Die Summe aller Faktoren kann dazu führen, dass mit den Jahren das Hörvermögen langsam schwindet. Doch Hörprobleme können den Betroffenen großen Kummer bereiten, ist doch unser Gehör ein wichtiger Teil des Lebens und die Grundlage, mit anderen zu kommunizieren.
Wenn das Gehör schlechter wird
Schwerhörigkeit ist definiert als „vorübergehende oder chronische Einschränkung des Hörvermögens“. Dabei kann es sich um eine nur geringe Beeinträchtigung handeln bis hin zum vollständigen Hörverlust. Die Impulse werden nicht mehr über den Hörnerv weitergeleitet, zwischen Gehirn und Gehörgang besteht eine Störung oder Erkrankung. Meist handelt es sich um einen komplexen Prozess, der mit den Jahren voranschreitet. Nachlassendes Hörvermögen entsteht oft schleichend und fängt mit meist nicht weiter beachteten Symptomen an. Der Fernseher wird allmählich lauter gestellt, die Klingel überhört. Gesprächen in großem Kreis kann schlecht gefolgt werden. Erst ein Hörtest bringt dann Klarheit.
Besser hören durch Prävention
Es ist jedoch kein unausweichliches Schicksal, dass im Alter Schwerhörigkeit droht. Sie können viel dafür tun, dass der Gehörsinn schon frühzeitig geschützt und unterstützt wird. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist die Vermeidung von Lärm im Alltag und am Arbeitsplatz: Musik in Zimmerlautstärke statt dröhnende Rhythmen über Kopfhörer direkt ins Ohr, Einhalten wichtiger Hörschutzmaßnahmen auf der Arbeit, Ohrstöpsel zum nächtlichen Schutz im lauten Wohngebiet. Gönnen Sie Ihren Ohren auch immer wieder Ruhe. Nach einer lauten Feier, einem Konzert oder einem allgemein lauten Tag sind ein paar Stunden Ruhe, eventuell gepaart mit Entspannungsübungen, wichtig zur Regeneration der Ohren.
Die richtige Ohrpflege gehört ebenfalls zum Präventionsprogramm. Wattestäbchen beispielsweise haben im Ohr nichts zu suchen. Sie drücken das Ohrenschmalz fest in den Gehörgang und können kleine Verletzungen verursachen. Wer empfindlich ist, sollte seine Ohren und damit sein Gehör vor Wind und Wetter schützen und eine Mütze tragen. Schwimmer mit empfindlichen Ohren setzen eine Badekappe auf. Nicht zuletzt ist auch die Versorgung mit Nährstoffen wichtig für gutes Hören. Denn ein Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen, wie Vitamin D, C und B-Vitamine sowie Kalzium und Magnesium, kann das Gehör negativ beeinflussen.
Wenn schlechtes Hören Fakt ist
Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Hören sich verschlechtert haben könnte, zögern Sie nicht! Wer frühzeitig Hilfe in Anspruch nimmt, kann die Hörminderung aufhalten. Moderne Hörgeräte sind heutzutage auf die verschiedenen Arten der Schwerhörigkeit angepasst verfügbar. Es gibt „hinter dem Ohr“ (HdO) und „in dem Ohr“ (IdO) zu tragende Geräte, Geräte mit Batterie und wieder aufladbare Hörgeräte. Intelligente Hörgeräte bieten ganze „Klanglandschaften“ oder lassen sich mit dem Internet verbinden. Jeder kann das Hörgerät finden, das für die eigenen Bedürfnisse passend ist.
Fazit: Auch wenn das Gehör nachlässt, können Sie Ihr Schicksal in die Hand nehmen und durch die richtigen Maßnahmen wieder besser hören, damit Sie am Leben uneingeschränkt teilnehmen können.
Hinweis: Die Informationen dieser Seite können den Besuch bei Ihrem Heilpraktiker, Homöopathen bzw. beim Arzt für TCM, orthomolekulare Medizin oder Naturheilkunde nicht ersetzen. Nehmen Sie deshalb bei ernsthaften oder unklaren Beschwerden immer fachkundigen Rat in Anspruch!
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