
Beinwell – Wirkung und Anwendung
Eine der traditionsreichsten Heilpflanzen ist Beinwell. Wirkung zeigt er insbesondere bei Knochenbrüchen und Gelenkschmerzen.
Schon die Ärzte der griechischen Antike kannten Beinwell. Anwendung fand er insbesondere bei Knochenbrüchen, worauf bereits sein Name hinweist: Beinwell ist diejenige Heilpflanze, die die Knochen, also die Gebeine, zusammenwachsen lässt. Darüber hinaus ist Beinwell ein wirksamer Bestandteil der Therapie bei Verletzungen, Nervenentzündungen und Gelenkschmerzen.
Die Anwendung von Beinwell bei Knochenbrüchen und Verletzungen
Bei Verstauchungen, Zerrungen, Prellungen und sogar bei Knochenbrüchen ist Beinwell die erste Wahl unter den Heilpflanzen. Der wesentliche Wirkstoff ist dabei das Allantoin, das zellbildend wirkt, Wundsekrete auflöst und eventuellen Eiter verflüssigt, sodass er leichter abtransportiert werden kann. Cholin ist ein weiterer entscheidender Inhaltsstoff für die heilsame Wirkung von Beinwell, denn es hemmt die Bildung von schmerzhaften Ödemen, wie sie bei Verletzungen häufig vorkommen, und fördert die Durchblutung des verletzten Gewebes. Beinwell unterstützt somit die natürlichen Heilungsprozesse Ihres Körpers sehr effektiv.
Die Wirkung von Beinwell bei Nervenentzündungen und Arthrose
Die heilungsbeschleunigende Wirkung des Allantoins kommt auch all jenen zugute, die unter schmerzenden Gelenken leiden: Zwar vermag auch Beinwell keine Gelenkschäden zu heilen, er wirkt jedoch den Entzündungen entgegen und lindert so den Schmerz. Auch die im Beinwell vorhandenen Gerb- und Schleimstoffe bekämpfen Entzündungen und wirken sich insbesondere bei entzündeten Nerven reizlindernd aus.
Die sichere Anwendung von Beinwell
Beinwell enthält neben vielen wertvollen Inhaltsstoffen auch giftige Pyrrolizidinalkaloide, die sich schädigend auf die Leber auswirken können und zudem im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Aus diesem Grund sollten Sie sich auf eine äußere Anwendung von Beinwell beschränken. Veraltete Ratgeber weisen bisweilen noch auf die wundheilende Wirkung von Beinwell hin, allerdings besteht die Gefahr, dass die Pyrrolizidinalkaloide über eine offene Wunde in den Körper gelangen. Wenden Sie Beinwell also nur auf gesunder und unverletzter Haut an. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie auf die Anwendung von Beinwell ganz verzichten.
Die Wirkung von Beinwell voll entfalten
In der Apotheke erhalten Sie wirksame Salben mit Beinwell-Extrakten. Wenn Sie jedoch lieber selbst tätig werden möchten, können Sie heilende Beinwell-Umschläge auch ganz leicht in der heimischen Küche herstellen. Kochen Sie dafür 100 Gramm getrocknete Beinwellwurzeln in einem Liter Wasser und sieben Sie die Wurzeln anschließend ab. In dem verbliebenen Absud können Sie die Baumwolltücher für Ihre Umschläge tränken. Etwas sparsamer in der Anwendung, aber ebenso wirksam ist es, wenn Sie vier Esslöffel Beinwellwurzeln mit heißem Wasser zu einer streichfähigen Paste verrühren und diese zwei bis vier Stunden auf die behandlungsbedürftigen Körperteile einwirken lassen.
Fazit:Beinwell lindert nicht nur Schmerzen, sondern heilt auch zuverlässig: Probieren Sie es!
Hinweis: Die Informationen dieser Seite können den Besuch bei Ihrem Heilpraktiker, Homöopathen bzw. beim Arzt für TCM, orthomolekulare Medizin oder Naturheilkunde nicht ersetzen. Nehmen Sie deshalb bei ernsthaften oder unklaren Beschwerden immer fachkundigen Rat in Anspruch!
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