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Ackerschachtelhalm – Wirkung und Anwendung

Dass Ackerschachtelhalm Wirkung zeigt, wusste schon Sebastian Kneipp: Die Heilpflanze entwässert und fördert die Wundheilung. 

Möglicherweise kennen Sie den Ackerschachtelhalm auch als Zinnkraut: Diese Bezeichnung aus dem Volksmund ist ein Hinweis darauf, dass es früher zum Reinigen von Zinngeschirr benutzt wurde. Ihn nur als Putzhilfe einzusetzen wäre allerdings eine Missachtung der Heilwirkung von Ackerschachtelhalm: Wirkung und Anwendungsmöglichkeiten machen die Heilpflanze des Jahres 1997 zu einem vielseitigen Helfer aus der Apotheke der Natur. Der Grund für die große Bedeutung von Ackerschachtelhalm als Heilpflanze liegt in seinen Inhaltsstoffen: Das Kraut enthält rund zehn Prozent Kieselsäure, Flavonoide in hoher Konzentration sowie zahlreiche Mineralien. 

Was kann Kieselsäure? 

Kieselsäure ist ein kleines Wundermittel für schöne Haut, Haare und Nägel, die Wirkung von Ackerschachtelhalm geht allerdings weit über den kosmetischen Aspekt hinaus, denn Kieselsäure fördert zudem die Wundheilung und kann auch bei hartnäckigen Ekzemen schnell Besserung herbeiführen. Zudem aktiviert es die weißen Blutkörperchen, fördert so die körpereigene Abwehr und hemmt entzündliche Prozesse.

Ackerschachtelhalm wirkt harntreibend 

Dass Ackerschachtelhalm auch in fast jedem Blasen- und Nierentee zu finden ist, ist indessen nicht auf seinen Kieselsäuregehalt zurückzuführen. Diuretisch, also harntreibend, wirken vielmehr seine Flavonoide, Saponine sowie Kalium. Da er die ableitenden Harnwege mit entzündungshemmenden Substanzen spült, kommt er beispielsweise bei einer beginnenden Blasenentzündung zum Einsatz und wirkt sehr zuverlässig.  Auch verletzungsbedingte Ödeme klingen mit Ackerschachtelhalm schneller ab. Falls die Wassereinlagerungen jedoch auf eine Funktionsstörung von Herz oder Niere zurückzuführen sind, sollten Sie von der Verwendung dieses natürlichen Diuretikums besser absehen.

Die richtige Anwendung von Ackerschachtelhalm 

Ackerschachtelhalm ähnelt dem giftigen Sumpf-Schachtelhalm, Sie sollten ihn also nur dann selbst sammeln, wenn Sie ihn zweifelsfrei erkennen können. Getrockneten Ackerschachtelhalm erhalten Sie in der Apotheke oder im Reformhaus. Sowohl eine äußere als auch eine innere Anwendung von Ackerschachtelhalm ist möglich. 

Die innere Anwendung: Ackerschachtelhalm als Tee 

Wenn Sie sich die harntreibende Wirkung von Ackerschachtelhalm zunutze machen möchten, sind täglich mindestens drei Tassen Ackerschachtelhalm-Tee empfehlenswert, den Sie wie folgt zubereiten können: Kochen Sie zwei Teelöffel getrockneten und zerstoßenen Ackerschachtelhalm mit einer Tasse Wasser auf und lassen Sie ihn anschließend 20 Minuten lang ziehen. Trinken Sie den Tee in kleinen Schlucken. 

Die äußere Anwendung von Ackerschachtelhalm 

Bei der Behandlung von Ekzemen oder schlecht heilenden Wunden empfiehlt sich eher die äußere Anwendung von Ackerschachtelhalm. Bedecken Sie dazu reichlich Kraut mit Wasser und kochen Sie die Mischung 20 Minuten lang. Das noch warme Kraut geben Sie anschließend für einen Umschlag auf ein Baumwolltuch. Der Umschlag sollte möglichst lange auf die betreffende Stelle einwirken, am besten über Nacht. 

Fazit:

 Wie der Volksmund sagt, ist für jede Krankheit ein Kraut gewachsen, und so unterstützt auch Ackerschachtelhalm Ihre Gesundheit und Ihr Aussehen.

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