Heilsteine – ihre Bedeutung und Wirkung

Heliotrop
Der Heliotrop (Blutjaspis, Bloodstone) erhielt seinen Namen nach dem griechischen Sonnengott Helios. In der Antike wurde er als Sonnenwendstein verehrt, sollte die Gesundheit stärken, innere Harmonie und langes Leben schenken. Der Heliotrop ist dunkelgrün mit auffälligen roten Einschlüssen, die nach Hildegard von Bingen das Blut Jesu symbolisieren und ihm seine besondere Heilkraft verleihen sollen. Vorkommen gibt es in Indien, Australien, Nordamerika, Brasilien und China.
Überlieferte Bedeutung
Dem Heilstein Heliotrop werden starke Schutzwirkungen für Körper und Geist zugeschrieben.
Zugeschriebene körperliche Wirkung
- Entzündungshemmend bei Gicht, Rheuma und Ischias
- Reinigt und entgiftet alle Organe
- Heilt Ohrenentzündung, Ohrensausen und Tinnitus
- Herzstärkend
Zugeschriebene seelische Wirkung
- Stimmungsaufhellend und beruhigend bei Aggressivität, Gereiztheit und Nervosität
- Fördert Vitalität, innere Zufriedenheit und Lebensfreude
- Steigert Aufmerksamkeit, Wahrnehmungsfähigkeit und Entschlusskraft
Anwendungsmöglichkeiten für Heliotrop
- Heliotropwasser stärkt das Immunsystem bei Infekten
- Auflegen/Tragen bei Schmerzen, geistiger und körperlicher Erschöpfung
- Aufstellen im Raum fördert die Konzentration, wehrt negative Einflüsse ab
Sternzeichenzuordnung
Heliotrop ist Hauptstein für Jungfrau und Ausgleichsstein für Waage.
Weitere Anwendungen des Heliotrops nach Hildegard von Bingen
Der Heliotrop (Jaspis) wird auch Hildegard-Jaspis genannt, da der Stein von Hildegard von Bingen häufig verwendet wurde. Hier nun weitere Anwendungen für den Heliotrop, wie sie Hildegard von Bingen beschrieben hat.
1. Der Heliotrop kann bei Taubheit im Ohr angewendet werden
So beispielsweise bei einer Taubheit im Ohr. Die dafür von ihr vorgeschlagene Anwendung erfolgt in mehreren Schritten. Zuerst wird der Heilstein vor den Mund gehalten und so lange angehaucht, bis er feucht geworden ist. Anschließend wird er in das taube Ohr gesteckt und mit einem feuchten Tuch bedeckt. Auf diese Weise soll dann die durch das Anhauchen im Stein entstandene Wärme in das Ohr übertragen werden.
Im Handel gibt es hierfür Heliotrop-Ohroliven. Dies sind olivenförmig, schmal geschliffene Steine, die direkt in den äußeren Gehörgang eingelegt werden können.
2. Die Anwendung des Heliotrop-Steins bei Schnupfen
Eine weitere Anwendung des Heliotrops, die von Hildegard von Bingen beschrieben wird, betrifft den Schnupfen. Auch bei dieser Anwendung wird der Heilstein vor den Mund gehalten und so lange angehaucht, bis er feucht und warm geworden ist. Nun wird der Jaspis in die Nase gesteckt und diese zugehalten, sodass die Wärme des Heilsteins in den Kopf übergehen kann.
3. Die Anwendung des Steins bei Gicht
Und noch eine Anwendung des Heliotrops, die ebenso von Hildegard von Bingen stammt, die sich auf die Gicht bezieht. Dabei wird der Stein auf die erkrankte Stelle gelegt und dort liegen gelassen, bis er warm geworden ist. Durch die Wärme des Heliotrops soll die Gicht dann verschwinden.






























































