
Harambee - Helfen ist einfach, man muss es nur tun
Das jedenfalls waren die Gedanken von Gabriela Vonwald und ihrem Mann Peter, als sie am 5. September 2006 das Hilfsprojekt „Harambee“ gründeten, um Kindern und Frauen in einem der ärmsten Ländern der Welt zu helfen – in Kenia.
Gemeinsam etwas bewegen
„Harambee“ kommt aus der Landessprache Kenias, dem Suaheli, und heißt wörtlich übersetzt „Lasst und gemeinsam etwas bewegen“. Frau Vonwald dazu: „Ich wollte nicht warten, dass andere – Regierende, die Reichen oder wer auch immer – etwas tun. Ich konnte die Untätigkeit nicht mehr ertragen und wollte etwas abgeben von unserem guten Leben.“
Wie alles begann
Begonnen hat alles im kleinen Rahmen. Familie Vonwald suchte sich bei einem Aufenthalt in Kenia ein paar Kinder aus armen Familien, für die sie das Schulgeld, Essen, medizinische Versorgung zahlten. Schnell sprach sich das bei Freunden, Kollegen und Geschäftspartnern herum , die auch helfen wollten.
Eine Schule für die Ärmsten
„Irgendwann – bei 80 vermittelten Patenkindern – dachten wir dann darüber nach, eine zentrale Stelle zu schaffen, von der aus wir helfen konnten. Und da Bildung für mich der Schlüssel zu einer Lebensveränderung ist, kauften wir im Vorjahr ein Grundstück, auf dem seither eine Schule für die Ärmsten der Region entsteht.“
Derzeit besuchen 160 Kinder ab 3 Jahren diese Schule. Es gibt eine warme Mahlzeit am Tag, für viele die einzige überhaupt. Die Kinder werden ärztlich versorgt, Lehrer und Köchinnen sind beim Ehepaar Vonwald angestellt und können mit diesem Gehalt wieder ihre Familien ernähren. Daneben gibt es ständig erste Hilfe, wo immer sie gebraucht wird. Mal ist ein Dach einer Familie kaputt und es regnet hinein oder eine ganze Hütte ist so desolat, dass die Familie auf der Strasse liegen würde.
Frau Vonwald hierzu: „Meistens vergesse ich, was ich gerade gemacht habe, sobald es erledigt ist. Es gibt soviel zu tun.“
Einige Wochen im Jahr ist das Ehepaar selbst vor Ort, inzwischen reisen auch immer öfter Spender und Sponsoren mit ihnen.
Die Inflation erschwert die Hilfe
Noch ist vieles provisorisch, aber die Schule hat jetzt eine Toilette für alle Kinder und Lehrer und der erste 5er-Block aus richtigem Stein ist fast fertig. Allerdings bereitet die Inflation hier große Sorgen.
„Kenia hat derzeit eine galoppierende Inflation. Manche Produkte werden über Nacht um 300% teurer, Baumaterialien zum Beispiel. Wir brauchen dringend noch Geld, um das Dach für den ersten Abschnitt der neuen Schule fertig zu machen, weil demnächst wieder die Regenzeit beginnt.“
„Aber ehrlich, ich kenne keine reichen Menschen, die ich bitten könnte und von meinem eigenen Einkommen gehen jeden Monat schon fast 40% hinunter. Ich wünsche mir so, dass meine Schokoladenkinder im neuen Schuljahr im Trockenen lernen können. Aber ich bin zuversichtlich. Bis jetzt ist so viel geschehen. Wir schaffen das.“
Nähere Infos unter: www.harambee.at
Spendenkonto: Für Österreich und EU
Vereinigte Volksbanken
Gabriela und Peter Vonwald
Projekt Kenia
BLZ: 42750
Konto: 356 6429 0000
BIC: VBOEATWWBAD
IBAN: AT59 4275 0356 6429 0000
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