
Wie geht der Körper mit den Giften um
Ein zusätzlicher Trick des Körpers ist es, das Gift einfach zu verdünnen, also Wasser zurück zu halten. Wie man das merkt? In der Medizin nennt man die Wasserpolster Ödeme, im Volksmund „hat man einfach Wasser“. Abends oder wenn es draußen heiß ist, tauchen geschwollene Knöchel auf, Ringe lassen sich nicht mehr vom Finger ziehen, der Rand der Söckchen schneidet sich ein etc. Und noch eine weitere Möglichkeit haben Frauen, solche giftigen, den Körper schädigenden Stoffe zu entsorgen, nämlich einmal monatlich mit dem Menstruationsblut.
Daher beginnen die echten Probleme manchmal erst nach der Menopause. Erster Ausscheidungsversuch ist oftmals eine vermehrte Wärmeentwicklung und unkontrollierte Schweißausbrüche, später Haarausfall (weil der Haarboden zu viele Mineralstoffe zur Verfügung stellen muss und verschlackt), Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen.
Jetzt wird auch der für diesen Artikel gewählte Titel verständlich: Jedes Gesundheitsprogramm sollte immer mit einer guten Entgiftungskur beginnen. Genauso übrigens wie jedes Programm zur Gewichtsreduktion. Allein schon, weil eine Reduktion von Fettpölsterchen eine enorme Flut von Abfallprodukten frei lässt, die manchmal dann der Grund dafür sein können, dass man eine geplante Nahrungsumstellung oder Diät frühzeitig abbricht. Wer will schon wochenlang mit Kopfschmerzen, Gelenk- und Muskelschmerzen und energielos durchs Leben gehen.
Was kann man also alles tun und wie beginnt man?
Zunächst einmal sollten Sie sich nicht unbedingt die stressigsten Tage aussuchen, um zu starten. In den ersten drei bis vier Tagen geht es höchstwahrscheinlich rund in Ihrem Körper. Bauen Sie Ihr Entgiftungsprogramm dann einfach über diese Säulen auf:
Ernährung - Bewegung - basische Kosmetik
Was gibts also zu essen?
Am besten wäre es, Sie könnten sich mit viel Gemüse anfreunden. Suchen Sie sich zwei oder drei Sorten, die Ihnen wirklich schmecken, damit es anfangs leichter fällt. Und machen sie sich einen großen Topf Gemüsesuppe, die Sie dann auch Portionsweise einfrieren können.
Vielleicht schaffen Sie es ja, einige Tage auf die üblichen Genussmittel wie Alkohol, Zigaretten oder Kaffee zu verzichten. Stattdessen sollten Sie ganz viel Wasser trinken, auch ein guter Tee hilft, aber bitte kein Früchtetee. Warten Sie mit dem Trinken aber nicht bis zum Abend, das belastet Ihre Niere nur, die ebenfalls in der Nacht gern Ruhe hätte. Optimal wäre es, wenn Sie Ihr Trinkpensum von ungefähr 3-4 Litern bis 14 Uhr schaffen könnten - ist ja nicht lebenslänglich!
Bewegung hilft
Bewegen Sie sich, möglichst oft an der frischen Luft. Stellen Sie sich Ihren Körper wie eine Müllverbrennungsanlage vor. Natürlich kann jede Zelle diese Verbrennungsarbeit leisten, weil dabei auch Energie frei wird. Aber warum sollte Ihr Körper das tun, wenn Sie gar keine zusätzliche Energie verbrauchen. Und die meisten Zellen, die so richtig schön alles verheizen, sind Ihre Muskelzellen. Bauen Sie also mal ein bisschen Muskel auf. Dass muss kein chromblitzendes Fitnessstudio sein. Mit lediglich zwei Übungen zuhause, haben Sie fast alle großen Muskelgruppen abgedeckt: der guten alten Kniebeuge und der ebenfalls nicht ganz neuen Liegestütz.
Ansonsten empfehle ich Ihnen für jetzt und spätere Zeiten dringend die Anschaffung eines Mini-Trampolins, denn eine effektivere, gelenkschonendere und gleichzeitig entgiftende Sportmöglichkeit ist kaum zu finden. Trampolinspringen oder auch nur darauf Schwingen regt den Lymphfluss an (unser großes Kanalsystem zum Abtransport all dessen, was der Körper nicht mehr braucht) und ist eine der besten Methoden, unsere Bandscheiben optimal zu ernähren.

So entgiften Sie die Haut
Und schließlich der angenehmste Teil: die Entgiftung über die Haut. Da die Haut unser größtes Entgiftungsorgan ist, kann man sich diese Funktion auch dadurch zunutze machen, dass man sie gezielt mit basischen Produkten in Kontakt bringt.
Normalerweise hat die Haut einen ph-Wert, der leicht im sauren Bereich liegt, nämlich bei 5,5. Mediziner sagen, dies wäre notwendig, um eventuelle Bakterien in Schach zu halten. Naturheilkundler behaupten allerdings, dass dies bereits ein Zeichen dafür sei, wie der Körper versuchen würde, saure Produkte zu entsorgen. Bei einem Neugeborenen ist die Haut nämlich basisch.
Wie dem auch sei, der Körper versucht jedenfalls diesen ph-Wert immer möglichst rasch wieder herzustellen. Bringt man nun die Haut nun über einen längeren Zeitraum massiv mit Basen (Laugen) in Kontakt, so versucht der Körper aus tieferen Schichten Säuren „nachzuschieben“, um das saure Milieu wieder herzustellen. Machen sie also öfter mal ein Vollbad oder Fußbad mit Basenpulver, verwenden Sie basische Kosmetika und lassen Sie sich von einer lieben Person oder einem Profi ein paar basische Wickel anlegen.
Entsprechende Institute bieten professionelle Behandlung
Zusätzlich zu diesem ohnehin schon sehr umfangreichen Programm können Sie in entsprechenden Instituten, die dies anbieten, auch noch professionelle Behandlungen in Anspruch nehmen. Hier empfehle ich allen voran eine gute Lymphdrainage oder eine Vakuummassage, möglichst mit Pulsation gekoppelt. Und sehr gut wirkt auch eine Honigmassage, die gleichzeitig eine wunderschöne Haut hinterlässt. Lassen Sie sich hier einfach beraten.
Die Belohnung nach solchen Entgiftungswochen
Man wird Sie fragen, ob Sie eine Kur gemacht, vielleicht sogar eine Schönheitsoperation hinter sich hätten. Sie werden wieder gut schlafen, viele kleine Wehwehchen haben sich in Nichts aufgelöst, die Haare fallen nicht mehr so aus und vor allem, Sie haben genug Energie für den beginnenden Frühling.
Von Gabriela Vonwald
Jahrgang 1957, verheiratet, 2 erwachsene Töchter, ein Enkelkind
Medizinstudium (abgeschlossenes Physikum),
diplomierte Masseurin, Heilpraktikerausbildung,
Mitglied im Verein Freier Heilpraktiker und Naturärzte e.V.
Zahlreiche Publikationen, Bücher und Vorträge im In- und Ausland
Lebt und arbeitet in Wien
Seit 1985 eigene Praxis
Seit 1991 Privatschule für Wellnessberufe
Webseite: www.vonwald.at
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